Wer wir sind

Das Deutsche Institut für Erinnerungskultur bietet verschiedene auf Sie abgestimmte Bildungsangebote für Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der Erinnerungskultur an.

Das bedeutet, die verschiedenen didaktischen Angebote ermöglichen dem Einzelnen und einer Gruppe einen Zu- und Umgang mit dem HOLOCAUST.

Dabei liegt der besondere Fokus auf einem Besuch einer KZ- Gedenkstätte, die pädagogisch mit unseren Angeboten vor- und nachbereitet werden kann.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Informationsveranstaltungen für Lehrerinnen, Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen zu buchen, die die Bildungsangebote nutzen möchten und/oder eine Gedenkstättenfahrt planen.

Nach dem Motto „Wer sich an die Vergangenheit erinnert, kann die Zukunft gestalten.“ möchten wir junge Menschen ermutigen, sich aktiv mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um daraus Schlüsse für die Gestaltung der Zukunft zu ziehen. Die Jugendlichen sollen dadurch befähigt werden, gesellschaftskritisch und engagiert für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einzutreten.

Unser Angebot beinhaltet auch Projekte, die v.a. zukunftsorientiert sind und den Fokus auf eine Vielfaltsgesellschaft legen.

Das gesamte Angebot kann individuell an die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden. Gemeinsam mit Ihnen als durchführenden Akteurinnen und Akteuren unterstützen wir Sie dabei, das richtige Angebot zu finden und entsprechend zu konzipieren.

Dr. Sarah Kass

Dr. Sarah Kass

 

Dr. Sarah Kass promovierte 2013 an der Universität Paderborn zum Thema: „Das Lebens im Ghetto Theresienstadt (1941-1945) – eine Untersuchung der Kinderzeichnungen im Sinne der Erinnerungs- und Vermächtniskultur“ und gründete kurz darauf zusammen mit Prof. Gideon Greif das Deutsche Institut für Erinnerungskultur (DIfEk)  mit Sitz in Paderborn.  Bereits zuvor leitete sie Projekte zur Vermittlung des Holocaust wie z.B. das zur Erstellung von Unterrichtsmaterial zu Gedenkstättenfahrten für „Die Stiftung – erinnern ermöglichen“, welches vom Zentralrat der Juden in Deutschland begutachtet und empfohlen wurde.

Ein Workshop, der ursprünglich für „Die Stiftung“ zur Vorbereitung auf Gedenkstättenfahren konzipiert wurde, ist bis heute ein wichtiges Angebot des DIfEk: Ein Koffer für die Kinder von Auschwitz.

2014 entwickelte und initiierte sie das didaktisch aufbereitete Musikdrama Die Kinder der toten Stadt zur Vermittlung des Holocaust über Musik mit vielen historischen und pädagogischen Begleitmaterialien. Sie leitet seit 2022 eine NRW weite Kampagne zu diesem Projekt an unterschiedlichen Schulen. Dabei handelt es sich um Workshops zusammen mit dem Autoren (Thomas Auerswald) und Komponisten (Lars Hesse) des Stücks. 

Es folgte – ebenfalls zusammen mit Thomas Auerswald und Lars Hesse -  2020 die Entwicklung und Produktion des Tanzmusicals The Coloured Circle zur Vermittlung und Stärkung  von Toleranz und Frieden. (s. „Unsere Angebote“).

Dr. Sarah Kass ist eine gefragte Referentin bei der Expertise zur Vermittlung von Erinnerungskultur (z.B. 2021 z.B. beim Pädagogik-Lehrer-Tag der Universität Paderborn) oder wenn es um Fachvorträge zur historischen Kinderzeichnung geht (z.B. 2027 beim Fachtag Universität Marburg).

Seit 2022 initiiert und leitet sie außerdem Projekte zur Unterstützung von Geflüchteten. In diesem Kontext entstand u.a. das Musikalbum Music vs. War der Band UNISON oder ein Audioguide auf Ukrainisch zu verschiedenen Orten in Ostwestfalen Lippe ( 7 Plcaes OWL).

Sie ist seit 2014 Vorstandmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Paderborn.

Dr. Sarah Kass

Prof. Gideon Greif

 

Prof. Gideon Greif ist ein israelischer Historiker und Pädagoge. Er ist Chefhistoriker und Forscher am „Shem Olam"-Institut für Bildung, Dokumentation und Forschung zu Glauben und Holocaust in Israel, Chefhistoriker und Forscher bei der Foundation for Holocaust Education Projects in Miami, Florida und leitender Forscher und Historiker am Ono Academic College in Israel. 

Prof. Gideon Greif gilt als einer der weltweit renommiertesten Historiker-Experten für die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Sein berühmtester Beitrag zur Geschichte von Auschwitz ist seine bahnbrechende Forschung Wir weinten tränenlos über die Geschichte des „Sonderkommandos", einer speziellen jüdischen Häftlingsgruppe in Auschwitz-Birkenau, die gezwungen war, in den Massentötungsanlagen zu arbeiten. Die erstmals in Yad Vashem veröffentlichte Studie hat sich zu einem internationalen Bestseller entwickelt. Das Buch wurde bisher in 14 Sprachen übersetzt, zuletzt ins Chinesische und Serbische. 

Das Buch Wir weinten tränenlos inspirierte den ungarischen Film „Sohn des Saul", der 2016 einen Oscar gewann. Prof. Gideon Greif fungierte als historischer Berater für den Film. Mit Itamar Levin schrieb Greif das Buch „Aufstand in Auschwitz", das weltweit erste Buch, das ausschließlich dem jüdischen „Sonderkommando"-Aufstand in Auschwitz am 7. Oktober 1944 gewidmet ist.

Prof. Gideon Greif veröffentlichte kürzlich das Buch „Jasenovac – Auschwitz des Balkans", das im November 2018 auf der Belgrader Internationalen Buchmesse den ersten Preis gewann. Es ist ein Band einer Trilogie von Greif, gewidmet den Verbrechen des kroatisch-ustaschaischen Regimes gegen das serbische Volk und gegen das jüdische Volk während des Zweiten Weltkriegs. Die drei Bände der Trilogie umfassen mehr als 2500 Seiten.

Prof. Gideon Greif hat fünf der höchsten offiziellen Staatsauszeichnungen der Republik Serbien gewonnen.

Prof. Gideon Greif ist bekannt für seine Vortragstechnik und spricht weltweit in drei Sprachen (Hebräisch, Englisch und Deutsch) über den Holocaust. Sein Vortragsprogramm umfasst mehr als 40 Themen. Er spricht besonders gern vor einem jungen Publikum, um sein Wissen über den Holocaust und seine Folgen zu teilen und sicherzustellen, dass die Shoah nie vergessen wird und ein Warnsignal für die ganze Menschheit bleibt.

Hintergrund

Der Verlust der letzten Zeitzeugen, die Jugendlichen von ihrem Schicksal berichten können, stellt nicht nur Pädagogen vor eine besondere Herausforderung. Wenn diese eindringlichste und nachhaltigste Form der Geschichtsvermittlung aus erster Hand, die sog. „oral history“ verloren geht, besteht der dringende Bedarf einer anderen Form der Geschichtsvermittlung mit besonders hohem qualitativen Wert. 

Aufgrund der immer heterogener werdenden Schulklassen und Lerngruppen ist es dabei auch wichtig, kulturelle, soziale und intellektuelle Grenzen zu überwinden. Das Deutsche Institut für Erinnerungskultur bietet Ihnen verschiedene Bildungsangebote an, die alle Bereiche berücksichtigen. 

Gerne stellen wir Ihnen auch ein individuelles Programm zusammen oder beraten Sie.